Daniel Bonade: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Cladid-Wiki
(Die Seite wurde neu angelegt: „Kategorie:Unterrichtswerke == Clarinetist's Compendium == Link: [http://conn-selmer.com/files/5713/4073/1497/AVP74_Leblanc_Clarinetists_Compendium.pdf]“)
 
 
(32 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Kategorie:Unterrichtswerke]]
+
{{SORTIERUNG:Bonade Daniel}}
 +
 
 +
 
  
 
== Clarinetist's Compendium ==
 
== Clarinetist's Compendium ==
Link: [http://conn-selmer.com/files/5713/4073/1497/AVP74_Leblanc_Clarinetists_Compendium.pdf]
+
[https://en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Bonade '''Daniel Bonade'''] (1896 – 1976) gilt als wichtigster Lehrer der erfolgreichen Klarinettistengeneration in der 1. Hälfte des 20.Jh. in den USA. Das Unterrichtswerk „Compendium“<ref>Daniel Bonade: ''Clarinetists Compendium, including method of staccato and art of adjusting reeds'' Leblanc Publications, 1962</ref> von '''Daniel Bonade''' ist unter [http://conn-selmer.com/files/5713/4073/1497/AVP74_Leblanc_Clarinetists_Compendium.pdf conn-selmer] greifbar. Die Inhalte des Unterrichtswerkes sind auf die Berufspraxis im klassischen Sinfonieorchester ausgerichtet.
 +
Neben den unten aufgeführten Parametern der Instrumentaltechnik geht Bonade auf die Haltung, Atmung und Atemstütze, Ansatzformung, Bearbeitung von Blättern, Wahl von Mundstück und Instrument ein. Shannon Lannigan Thompson beschreibt in ihrer Doktorarbeit [https://sites.google.com/site/carolinaclarinetist/projects/research "The Signature Sound of Daniel Bonade and his Students: Its Evolution and Attainment"] die Charakteristika von Daniel Bonades Klarinettenspiel und gibt vertieften Einblick in seine instrumnetaltechnisch-didaktische Arbeitsweise. 
 +
 
 +
=== Artikulation ===
 +
Dieser Parameter nimmt den grössten Raum im "Compendium" ein. Neben den musikalisch-stilistischen Lesarten des Staccatos, welche eine differenzierte Artikulation erfordern, beschreibt Bonade auch die instrumentaltechnische Umsetzung und gibt dazu praktische Übe-Beispiele. Er betont, dass der artikulierte Ton immer durch ein Zurückziehen der Zunge vom Blatt entsteht - und dies ist nur möglich ist, wenn der Luftdruck bereits etabliert ist. Als Übung zur Koordination von Fingern und Zungenbewegung beschreibt Bonade einen Bewegungsablauf, bei welchem der Fingersatz jeweils antizipierend während der Artikulationspause gewechselt wird. Das Wegziehen der Zunge ergibt dann die neue Tonhöhe, der Luftdruck bleibt während der ganzen Aktion kontinuierlich aufrechterhalten.
 +
=== Legato ===
 +
Eine weitere zentrale Bedeutung misst Bonade der Fingerbewegung beim Legatospiel bei. Die Finger dürfen nicht perkussiv auf das Instrument schlagen, sondern müssen in weichen, übungshalber auch grossen und langsamen Bewegungen geführt werden.
 +
 
 +
=== Etüden ===
 +
Als Übungsmaterial sind die beiden Sammlungen der 32 und 40 Etüden von Ciril Rose fester Bestandteil von Bonades Schule.<ref>Ciril Rose: ''32 Etudes pour clarinette arrangées d'apres celles de ferling et developpees pour la clarinette. Schaefer, Paris 1900[http://imslp.org/wiki/32_Etudes_for_Clarinet_(Rose,_Cyrille)]</ref> <ref>Ciril Rose: ''40 Etudes pour clarinette arrangées choisies dans les euvres de Dancla, Kreutzer, Mazas, Ries, Schubert, et arrangees pour la clarinette''. Schaefer, Paris 1900[http://imslp.org/wiki/40_Studies_for_Clarinet_Solo_(Rose,_Cyrille)]</ref>
 +
 
 +
== Literatur ==
 +
 
 +
* Shannon Lannigan Thompson, DMA: [https://sites.google.com/site/carolinaclarinetist/projects/research ''The Signature Sound of Daniel Bonade and his Students''] Doctoral Treatise, University of Texas at Austin, May 1998.
 +
 
 +
== Einzelnachweise ==
 +
<references />
 +
 
 +
[[Kategorie:Unterrichtswerke|Bonade Daniel]]
 +
[[Kategorie:Unterrichtswerke 20./21. Jh.|Bonade Daniel]]

Aktuelle Version vom 4. August 2018, 17:15 Uhr



Clarinetist's Compendium

Daniel Bonade (1896 – 1976) gilt als wichtigster Lehrer der erfolgreichen Klarinettistengeneration in der 1. Hälfte des 20.Jh. in den USA. Das Unterrichtswerk „Compendium“[1] von Daniel Bonade ist unter conn-selmer greifbar. Die Inhalte des Unterrichtswerkes sind auf die Berufspraxis im klassischen Sinfonieorchester ausgerichtet. Neben den unten aufgeführten Parametern der Instrumentaltechnik geht Bonade auf die Haltung, Atmung und Atemstütze, Ansatzformung, Bearbeitung von Blättern, Wahl von Mundstück und Instrument ein. Shannon Lannigan Thompson beschreibt in ihrer Doktorarbeit "The Signature Sound of Daniel Bonade and his Students: Its Evolution and Attainment" die Charakteristika von Daniel Bonades Klarinettenspiel und gibt vertieften Einblick in seine instrumnetaltechnisch-didaktische Arbeitsweise.

Artikulation

Dieser Parameter nimmt den grössten Raum im "Compendium" ein. Neben den musikalisch-stilistischen Lesarten des Staccatos, welche eine differenzierte Artikulation erfordern, beschreibt Bonade auch die instrumentaltechnische Umsetzung und gibt dazu praktische Übe-Beispiele. Er betont, dass der artikulierte Ton immer durch ein Zurückziehen der Zunge vom Blatt entsteht - und dies ist nur möglich ist, wenn der Luftdruck bereits etabliert ist. Als Übung zur Koordination von Fingern und Zungenbewegung beschreibt Bonade einen Bewegungsablauf, bei welchem der Fingersatz jeweils antizipierend während der Artikulationspause gewechselt wird. Das Wegziehen der Zunge ergibt dann die neue Tonhöhe, der Luftdruck bleibt während der ganzen Aktion kontinuierlich aufrechterhalten.

Legato

Eine weitere zentrale Bedeutung misst Bonade der Fingerbewegung beim Legatospiel bei. Die Finger dürfen nicht perkussiv auf das Instrument schlagen, sondern müssen in weichen, übungshalber auch grossen und langsamen Bewegungen geführt werden.

Etüden

Als Übungsmaterial sind die beiden Sammlungen der 32 und 40 Etüden von Ciril Rose fester Bestandteil von Bonades Schule.[2] [3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Daniel Bonade: Clarinetists Compendium, including method of staccato and art of adjusting reeds Leblanc Publications, 1962
  2. Ciril Rose: 32 Etudes pour clarinette arrangées d'apres celles de ferling et developpees pour la clarinette. Schaefer, Paris 1900[1]
  3. Ciril Rose: 40 Etudes pour clarinette arrangées choisies dans les euvres de Dancla, Kreutzer, Mazas, Ries, Schubert, et arrangees pour la clarinette. Schaefer, Paris 1900[2]