Reiner Wehle: Unterschied zwischen den Versionen

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„Geist und Emotionen des Komponisten“ kann durch „Sensibilisierung für den Klang und der Fähigkeit zur höchstmöglichen Differenzierung“ vermittelt werden. Schnelles, virtuoses Spiel mag beeindrucken und Bewunderung finden, entspricht aber noch nicht dem Sinn des Musizierens. Nur aktives Formen und bewusstes Verbinden von Tönen, Pflege von mannigfaltigen Arten des Einschwingens, der Klangfarbe und des Verklingens mögen künstlerischen Massstäben einer Ausbildung gerecht werden.
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= Üben =
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Üben muss systematisch aufgebaut werden: keine Überforderung!
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„Das erlernen eines Instrumentes gelingt umso besser, je besser man es versteht, sich selber zuzuhören!“ (S.4)
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* Jedes sinnvolle Üben braucht Zeit
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* Vor jeder Übe-Einheit Ziele formulieren
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* Welche Übungen wähle ich, um das formulierte Ziel zu erreichen?
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* Welche Zwischenschritte [nach Analyse des Lernstoffes] bringen mit dem Ziel näher
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* Gutes Zuhören: entspricht meine Spiel meinen Zielvorstellungen?
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* Gute Selbstbeobachtung: Übe ich das was ich schon kann, oder das, was es zu verbessern gilt?
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* Eigene Erfolge anerkennen
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* Gutes Üben braucht Konzentration
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*Vor dem Üben äussere Bedingungen und innere Disposition in Ordnung bringen
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*Analyse von allfälligen Fehlern: welche Bewegungsabläufe müssen optimiert werden?
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* Mentales üben: [Das heisst sich das musikalische Geschehen (Tonhöhenverlauf, Rhythmus, Dynamik, Artikulation, Intonation, Tempo, Agogik) ohne Instrument genau vorstellen und innerlich vorsingen, und gelichzeitig die sich die Musizierbewegungen innerlich vorstellen.]
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* Man vermeide, mechanisch zu üben
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* Übe immer mit voller Aufmerksamkeit, dazu Abwechslung und flexible Planung zulassen.
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* Schwierige Stellen:
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Artikulation variieren
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Ryhthmisieren
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* Hinzufügen von Akzenten
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* „Intervalltraining“ bezgl. Temposteigerung und Abfolge schwieriger Stellen
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* Analyse musikalisch-formaler Abschnitte bezgl. Schwieriger Stellen
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* Effizienz der Übungen immer im Auge behalten, bei ausbleibender Verbesserung entsprechend reagieren, Übungstechnik oder Übemodelle ändern.
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* Übe immer musikalisch!
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* Übe in musikalisch erkennbaren Phrasen, Strukturen, Einheiten, die musikalische verständlich sein müssen: Rhythmus, Dynamik, Tempo, Agogik, Intonation und Tonführung müssen immer bewusst gestaltet und somit definierbar sein.
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* Bewusstsein für die dabei erforderlichen Musikzierbewegungen schärfen: welches taktiles Empfinden und welche Bewegungsabläufe verbinden sich mit den beabsichtigten musikalischen Figuren?
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* Achte bei technischen Übungen immer auf einen gepflegten, kontrollierten Ton
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* Regeln der Allgemeinen Körperhaltung beachten
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* Typische Übfehler vermeiden
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* Bei Zeitmangel wenig aber gründlich üben
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* Regelmässig Üben, nicht wenig und exzessiv
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* Zeitmanagement: sich über längere Zeit vor wichtigem Ereignis vorbereiten
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* Das Tempo eines Stückes / Etüde wird nach den schwierigsten Stellen gewählt
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* Rhythmus immer beachten
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* Das Tempo folgt der Lockerheit
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* Konzentration nicht überfordern: max. 10 Min an einer schwierigen Stelle üben
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* Keine Fehler wiederholen und dadurch einüben!
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* Schwierige Stellen im Zusammenhang üben– aber nicht immer das ganze Stück von vorne beginnen
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* Geübte Passagen nach Übeinheit ev. noch einmal langsam spielen – nicht einmal schnell und ungenau
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* Wenn etwas nach längerem Üben nicht gehen will: sich Pausen gönnen!
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= Instrumental-technische Ziele der Ausbildung =

Version vom 4. Juni 2015, 12:19 Uhr

Didaktischer Kanon

„Geist und Emotionen des Komponisten“ kann durch „Sensibilisierung für den Klang und der Fähigkeit zur höchstmöglichen Differenzierung“ vermittelt werden. Schnelles, virtuoses Spiel mag beeindrucken und Bewunderung finden, entspricht aber noch nicht dem Sinn des Musizierens. Nur aktives Formen und bewusstes Verbinden von Tönen, Pflege von mannigfaltigen Arten des Einschwingens, der Klangfarbe und des Verklingens mögen künstlerischen Massstäben einer Ausbildung gerecht werden.

Üben

Üben muss systematisch aufgebaut werden: keine Überforderung! „Das erlernen eines Instrumentes gelingt umso besser, je besser man es versteht, sich selber zuzuhören!“ (S.4)

  • Jedes sinnvolle Üben braucht Zeit
  • Vor jeder Übe-Einheit Ziele formulieren
  • Welche Übungen wähle ich, um das formulierte Ziel zu erreichen?
  • Welche Zwischenschritte [nach Analyse des Lernstoffes] bringen mit dem Ziel näher
  • Gutes Zuhören: entspricht meine Spiel meinen Zielvorstellungen?
  • Gute Selbstbeobachtung: Übe ich das was ich schon kann, oder das, was es zu verbessern gilt?
  • Eigene Erfolge anerkennen
  • Gutes Üben braucht Konzentration
  • Vor dem Üben äussere Bedingungen und innere Disposition in Ordnung bringen
  • Analyse von allfälligen Fehlern: welche Bewegungsabläufe müssen optimiert werden?
  • Mentales üben: [Das heisst sich das musikalische Geschehen (Tonhöhenverlauf, Rhythmus, Dynamik, Artikulation, Intonation, Tempo, Agogik) ohne Instrument genau vorstellen und innerlich vorsingen, und gelichzeitig die sich die Musizierbewegungen innerlich vorstellen.]
  • Man vermeide, mechanisch zu üben
  • Übe immer mit voller Aufmerksamkeit, dazu Abwechslung und flexible Planung zulassen.
  • Schwierige Stellen:

Artikulation variieren Ryhthmisieren

  • Hinzufügen von Akzenten
  • „Intervalltraining“ bezgl. Temposteigerung und Abfolge schwieriger Stellen
  • Analyse musikalisch-formaler Abschnitte bezgl. Schwieriger Stellen
  • Effizienz der Übungen immer im Auge behalten, bei ausbleibender Verbesserung entsprechend reagieren, Übungstechnik oder Übemodelle ändern.
  • Übe immer musikalisch!
  • Übe in musikalisch erkennbaren Phrasen, Strukturen, Einheiten, die musikalische verständlich sein müssen: Rhythmus, Dynamik, Tempo, Agogik, Intonation und Tonführung müssen immer bewusst gestaltet und somit definierbar sein.
  • Bewusstsein für die dabei erforderlichen Musikzierbewegungen schärfen: welches taktiles Empfinden und welche Bewegungsabläufe verbinden sich mit den beabsichtigten musikalischen Figuren?
  • Achte bei technischen Übungen immer auf einen gepflegten, kontrollierten Ton
  • Regeln der Allgemeinen Körperhaltung beachten
  • Typische Übfehler vermeiden
  • Bei Zeitmangel wenig aber gründlich üben
  • Regelmässig Üben, nicht wenig und exzessiv
  • Zeitmanagement: sich über längere Zeit vor wichtigem Ereignis vorbereiten
  • Das Tempo eines Stückes / Etüde wird nach den schwierigsten Stellen gewählt
  • Rhythmus immer beachten
  • Das Tempo folgt der Lockerheit
  • Konzentration nicht überfordern: max. 10 Min an einer schwierigen Stelle üben
  • Keine Fehler wiederholen und dadurch einüben!
  • Schwierige Stellen im Zusammenhang üben– aber nicht immer das ganze Stück von vorne beginnen
  • Geübte Passagen nach Übeinheit ev. noch einmal langsam spielen – nicht einmal schnell und ungenau
  • Wenn etwas nach längerem Üben nicht gehen will: sich Pausen gönnen!

Instrumental-technische Ziele der Ausbildung