Schlauchweberei AG – Lösung

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Die Schlauchweberei AG produziert Feuerwehrschläuche für Feuerwehren in der ganzen Schweiz. Vor Kurzem lernte der Controller der Schlauchweberei AG das Erfahrungskurven-Konzept kennen. Er hat festgestellt, dass die Wertschöpfungskosten je Stück bereits jetzt von Jahr zu Jahr abnehmen. Nun möchte er das neu erlernte Konzept anwenden und herausfinden, wie weit das Potenzial zur Kostensenkung noch ausgeschöpft werden kann. Die aus der Anwendung des Konzepts gewonnenen Erkenntnisse sollen dem Unternehmen helfen sich strategisch neu auszurichten.


Aufgaben

  1. Führen Sie die untenstehende Tabelle weiter und ermitteln Sie die potenziellen Kostenreduktionen (kumulierte Verdoppelungen sind jeweils mit den Gesamtproduktionsmengen des Jahres zu berechnen).
  2. Stellen Sie die potenziellen Kostenreduktionen mit jeweils einer Erfahrungskurve grafisch dar. Stellen Sie zum Vergleich auch die IST-Wertschöpfungskosten je Stück grafisch dar.
  3. Welche strategischen Ansätze gibt es um das Potenzial, welches durch die Erfahrungskurve erkennbar wird, auszuschöpfen?


Lösung Aufgabe 1

Jahr Jährliche Menge Kummulierte Menge Kummulierte Verdoppelung IST-Wertschöpfungskosten je Stück Potenzielle Kostenreduktion (Erfahrungskurveneffekt) gerundet 20 % und 30 %
1 3'000 3'000 128
2 3'500 6'500 1 116 102 / 90
3 3'200 9'700 108
4 3'000 12'700 106
5 2'800 15'500 2 100 82 / 63
6 3'000 18'500 96
7 3'800 22'300 91
8 3'300 25'600 88
9 3'200 28'800 84
10 3'400 32'200 3 82 66 / 44

(In Anlehnung an: Stöger, 2017, S. 170-171).


Rechnungsweg:

102.- = 128 x 0.81
82.- = 128 x 0.82
66.- = 128 x 0.83
90.- = 128 x 0.71
63.- = 128 x 0.72
44.- = 128 x 0.73


Lösung Aufgabe 2

Abb. 1: eigene Darstellung



Lösung Aufgabe 3

Hierbei handelt es sich lediglich um einen Lösungsvorschlag. Andere Lösungsansätze können ebenfalls korrekt sein.

Wertschöpfungsstufe Kostentreiber Ansatzpunkte für die Produktivitätsstrategie
Produktion
  • Veraltete Webmaschinen
  • obsolete Produktionsabläufe
  • Rationalisierung der Prozesse
  • Automatisierung der Prozesse
  • Erneuerung der Produktionsanlage
Logistik
  • Lagerbewirtschaftung
Vertrieb
  • Grösse des Portfolios
  • Kundenbetreuung
  • Optimierung der Abläufe
  • Monitoring Key-Accounts (Preisanpassung)
  • Einführung Online-Vertriebskanal

(In Anlehnung an: Stöger, 2017, S. 170-171).


Quellen

  • Stöger, R. (2017). Phase 2: Die Veränderungen erkennen. In Stöger, R. Strategieentwicklung für die Praxis (3. Auflage) (S. 111 – 176). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.