ZVEI-Kennzahlensystem: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Controlling-Wiki
(Die Seite wurde neu angelegt: „Das ZVEI-Kennzahlensystem wurde in Deutschland vom Zentralverband der Elektrotechnischen In-dustrie e. V. entwickelt (Siegwart, 2002, S. 38). Dieses Kennzahlen…“)
 
Zeile 3: Zeile 3:
  
 
{| class="wikitable" border="1"
 
{| class="wikitable" border="1"
| Eigenkapitalrentabilität = Perioden-Ergebnis ./. durchschnittliches Eigenkapital, Zelle 1
+
| Eigenkapitalrentabilität = Perioden-Ergebnis ./. durchschnittliches Eigenkapital
 
|}
 
|}

Version vom 19. November 2013, 17:17 Uhr

Das ZVEI-Kennzahlensystem wurde in Deutschland vom Zentralverband der Elektrotechnischen In-dustrie e. V. entwickelt (Siegwart, 2002, S. 38). Dieses Kennzahlensystem ist auch auf dem Grundge-danken des DuPont-Kennzahlensystem aufgebaut. Im Gegensatz zu Letzterem lässt das ZVEI-Kennzahlensystem eine mehrfache Funktionserfüllung zu. Das heisst, dass Rentabilität und Liquidität gleichzeitig berücksichtigt, beziehungsweise bestimmte Bereiche dieses Kennzahlensystems gleich-zeitig verwendet werden können (Reichmann, 2011, S. 33). Gemäss Siegwart (2002) ist durch den Einbezug einer Wachstumsanalyse und die Abgrenzung vierer Kennzahlen-Gruppen eine beachtliche Weiterentwicklung gelungen (S. 40). Das ZVEI-Kennzahlensystem versucht wie das DuPont-Kennzahlensystem eine Spitzenkennzahl in ihre Elemente aufzuspalten und somit Ursachen-Wirkungszusammenhänge aufzuzeigen. Dies wird dadurch erreicht, indem fast ausschliesslich Ver-hältniszahlen verwendet werden (Meyer, 2008, S. 145). Die Schwachstelle dieses Kennzahlensystems ist gemäss Preissler (2008), Meyer (2008) und Siegwart (2002), die Verwendung von 64 meist nicht aussagekräftigen Kennzahlen, die neben den 70 Hauptkennzahlen zur Unübersichtlichkeit führt (S. 40; S. 145; S. 52). Zudem sind die Haupt- und Hilfskennzahlen vordefiniert, was das System zusätz-lich unflexibel macht (Lelke, 2005 S. 37). Trotzdem wird das ZVEI-Kennzahlensystem als praktisch anwendbares und ausgereiftes Kennzahlensystem zur Leistungsmessung bezeichnet (Meyer, 2008, S. 146).


Eigenkapitalrentabilität = Perioden-Ergebnis ./. durchschnittliches Eigenkapital